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Nordlichter – Wie fotografiert man die am besten?
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Nordlichter – Wie fotografiert man die am besten?

Ihr müsst kein Profifotograf sein um Nordlichter zu fotografieren, da das nur eine Frage der guten Vorbereitung und der richtigen Tipps ist. Was Ihr also berücksichtigen müsst, was alles mit auf die Reise gehen soll und auf welche Einstellungen es ankommt, haben wir für euch zusammengefasst.

Damit beim Shoot nichts verwackeln kann, braucht man unbedingt ein Stativ. Hilfreich sind, je nach dem wie lange es dauert, viele Ersatzakkus, da sich diese bei Minusgraden auch schon mal gern entleeren. An einem Ladegerät sollte es nie mangeln, eine richtige Aufbewahrungsmöglichkeit für die Kamera, damit diese nicht jeglichem Wettereinfluss ausgesetzt ist und natürlich diverse Objektive. Wichtig ist eines mit Normalbrennweite, aber ein Weitwinkelobjektiv um das ganze Spektrum einzufangen, darf auch nicht fehlen. Umso lichtstärker umso besser und natürlich die Kamera, die das ganze Spektakel aufnehmen soll. Egal ob ihr eine Spiegelreflex, eine Systemkamera, eine Zoom- oder Kompaktkamera wählt, sie muss sich manuell einstellen lassen und Langzeitbelichtung beherrschen. Blende, Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit (ISO) sollten sich frei wählen und einstellen lassen.



Gut ist, wenn sich die Schärfe am Objektiv von Hand einstellen lässt. Kameras mit Automatikprogrammen bringen euch nichts und sind daher absolut nicht zu empfehlen. Grundsätzlich wäre gut, wenn die Kamera auch bei hohen ISO-Zahlen wenig rauscht. Wählt also eine Kamera, bei der das der Fall ist, wenn ihr loszieht um Nordlichter zu fotografieren. Der hohe Norden bietet sich da wäre beispielsweise Island, der Norden Skandinaviens und auch Spitzbergen. Am besten fotografiert man Nordlichter abseits von Siedlungen und bei klarem Himmel. Da Langzeitbelichtung bei der Fotografie von Nordlichtern zwingend notwendig ist, sollte man ein Stativ oder eine feste Unterlage benutzen, damit die Bilder nicht verwackeln.

 

Die wichtigsten Einstellungen:



  • Hoher ISO – Wert für hohe Lichtempfindlichkeit

  • Möglichst viel Licht sollte auf den Sensor fallen können, also die niedrigstmögliche Blendenzahl: 5,6, 3,5 oder noch kleiner.

  • Verschlusszeit von bis zu 20 Sekunden, um lange zu belichten, damit viel Licht auf das Bild fällt

  • Manueller Fokus an; Autofokus bitte ausstellen

  • Auslösemodus: 2 Sek. Selbstauslöser

  • Bilddateityp: RAW und/oder RAW und JPG gleichzeitig. RAW speichert das Bild unkomprimiert und erleichtert euch das spätere Bearbeiten der Aufnahmen. Da hierfür viel Speicherplatz benötigt wird, unbedingt an Speicherkarten denken.


Die Schärfeneinstellung erfolgt am Objektivring - den Schärfenbereich auf nahezu unendlich einstellen. Falls ihr eine Kamera habt, bei der man über den Objektivring den Digitalzoom auslösen kann und somit das Objekt im Sucher vergrößert anzeigt, könnt ihr selbst in dunkler Nacht sehen, was ihr scharf stellt. Durch Einstellung des 2-Sekunden-Selbstauslösers stellt ihr sicher, dass die Kamera nicht erschüttert wird, wenn ihr den Auslöseknopf betätigt. Die Kamera wartet also, bis ihr gedrückt und euch entfernt habt, bevor sie die Aufnahme macht.



Wer schon mit hohen ISO-Zahlen gearbeitet hat, der weiß, dass dadurch auch viel Bildrauschen erzeugt wird. Lange Belichtungszeiten erhöhen die Gefahr, dass das Bild verwackelt, daher ist idealerweise zu prüfen, inwieweit mit einer anderen ISO Einstellung (800 oder 400 ) und einer anderen Verschlusszeit von 5 oder 10 Sek. ein gutes Ergebnis realisiert werden kann. Am besten viele Aufnahmen machen, um die perfekte Einstellung herauszufinden!

Vergesst aber auf keinen Fall die Kamera einfach mal beiseite zu legen und die Nordlichter mit bloßem Auge zu erleben, denn was ihr da seht ist einzigartig.

Am besten lassen sich Nordlichter in der dunklen Jahreszeit fotografieren, da es im Sommer des hohen Nordens manchmal nicht Nacht wird, solltet ihr die dunkle Jahreszeit auswählen und dies unbedingt in eurer Reiseplanung beachten. Es muss also richtig dunkel sein, damit die Bilder überhaupt machbar sind.

Natürlich ist neben dem Aspekt, dass es dunkel sein muss, auch das Wetter entscheidend. Klare Sicht ist zwingend notwendig, da bewölkte Sicht natürlich auch für Einschränkungen sorgen kann. Falls ihr eure erste Tour nicht allein machen wollt, empfehlen wir eine geführte Fototour, die euch zu den Nordlichtern bringt und euch auch bei den Einstellungen hilft.

Wir hoffen, dass wir euch mit dem ein und anderen Hinweis inspirieren konnten und würden uns über ein Foto eures Nordlichts freuen. Schickt es zu uns und verratet uns doch euren Tipp für ein gutes Gelingen.

Über: Hannah


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