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Dein perfektes Objektiv

Welche Rolle spielen Brennweite und Bildwinkel?


Aus physikalischer Sicht wird der Abstand vom optischen Mittelpunkt der Hauptachse eines Objektivs zum Schärfepunkt auf dem lichtempfindlichen Element auch Brennweite genannt. Zusammen mit der Größe des Bildsensors ist sie für den vom Objektiv eingefassten Bildwinkel verantwortlich. Angegeben wird die Brennweite übrigens in Millimetern. Je länger die Brennweite ist, desto enger ist der Bildwinkel (Teleobjektiv) und je kürzer diese ist, umso größer ist der Bildwinkel (Weitwinkelobjektiv).

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Sensorgrößen, darum wird zur genannten physikalischen Brennweite der entsprechende Wert beim Kleinbildformat angegeben.

Was ist ein Normalobjektiv?


Ein Objektiv mit der Brennweite, die genau der Bilddiagonalen des Sensors entspricht, wird auch “Normalobjektiv” genannt. Ein großer Vorteil von Normalbrennweiten ist, dass sie die menschliche Wahrnehmung der Augen so natürlich wie möglich wiedergeben. Eine Kleinbildkamera hat beispielsweise eine Diagonale von 43,3 mm und eine Normalbrennweite von 50 mm.

Haben lichtstarke Objektive Vorteile?


Die Nutzung eines lichtstarken Objektivs ermöglicht problemlos große Blendenöffnungen. Daraus ergeben sich verschiedene Vorteile.

Durch große Blendenöffnungen kann der Autofokus der Kamera viel genauer bzw. schneller arbeiten und das Sucherbild der Spiegelreflexkamera wird heller, wodurch man einfacher manuell scharfstellen kann.

Außerdem sind einem durch die große Blendenöffnung mehr Freiraum in der Gestaltung gegeben. Wenn der Fokus auf ganz bestimmte Bereiche eines Motivs gelegt werden soll, ist das durch selektive Schärfe möglich. Zusätzlich kann bei guten Lichtverhältnissen die ISO-Empfindlichkeit verringert werden. Das Resultat ist eine verbesserte Bildqualität, weil das Bildrauschen weniger wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass viel kürzere Verschlusszeiten möglich sind. Dadurch können auch bei lichtarmen Situationen ohne große Verwackler fotografiert werden.

Welche Rolle spielt die Größe des Sensors?


Wer sich für ein neues Objektiv entscheiden möchte, sollte auf die Größe des Sensors achten, da die Sensorgröße und die Bildwirkung im direkten Zusammenhang stehen. Bei gleichbleibender Objektivbrennweite ändert sich der jeweilige Bildwinkel proportional zur Größe des Sensors.

Wer die Wahl hat - Zoomobjektiv oder Festbrennweite?


Objektive gibt es mit einer eingebauten Brennweite, können aber auch mit einem Zoomobjektiv verwendet werden. Je nachdem für welche fotografischen Situationen man das Objektiv verwenden möchte, entscheidet man sich für eine Variante.

Wichtig zu erwähnen ist, dass Objektive mit fester Brennweite qualitativ besser sind als ein Zoomobjektiv mit gleicher Brennweite. Zudem sind sie schärfer und lichtstärker.

Jedoch bedeutet die reine Verwendung von Festbrennweiten auch, dass man mehr Gewicht mit sich trägt und mehr Zeit beim Wechsel eines Objektivs in Kauf nehmen muss. Professionelle Fotografen setzen übrigens auch qualitative Zoomobjektive ein.

Zoomobjektive sind in Situationen wie Ausflüge (leichtes Gewicht) oder auch bei Sport- und Kinderfotografie (Geschwindigkeit) perfekt einsetzbar.

USM-Antrieb - Was bedeutet das?


Die Abkürzung USM taucht oft im Zusammenhang mit Objektiven auf und steht für den englische Begriff “Ultrasonic Motor” (Ultraschallmotoren). Hierbei handelt es sich um ein mikrotechnisches Verfahren, welches elektronische Vibrationen in Drehbewegungen umsetzt und dadurch kann die Objektivmechanik sehr schnell bedient werden.

Die schnelle und leise Bedienung ist besonders bei der Tier- oder Sportfotografie vorteilhaft.

Welche Vorteile hat ein optischer Bildstabilisator?


Optische Bildstabilisatoren gleichen ganz oder zu einem gewissen Grad ungewollte Bewegungen des Fotografen aus. Die ganz neuen Bildstabilisatoren auf dem Markt können die Belichtungszeit bis zu fünf Blendenstufen erweitern, was ein großer Vorteil für den fotografischen Einsatz bedeutet.

Man geht davon aus, dass je größer die Brennweite ist, desto höher besteht die Möglichkeit, dass das Foto unscharf wird. Die bekannte Faustregel besagt, dass die Belichtungszeit bei verwacklungsfreien Aufnahmen den Kehrwert der genutzten Brennweite nicht überschreiten darf.

Bei hohen Brennweiten sind Aufnahmen ohne jegliche Verwackler nur bei Tageslicht möglich.

Was ist ein Allround-Objektiv?


Erfahrene Fotografen besitzen ein Objektiv, mit dem sie viele unterschiedliche fotografische Aufgaben meistern können. Mit einem Allround-Zoomobjektiv können viele Aufgaben sehr gut und einfach gelöst werden.
Wichtig bei Allround-Objektiven ist:

  • Makroeinstellung
  • großer Zoombereich
  • kompakte Abmessung

Was ist wichtig bei einem Objektiv für Portraitaufnahmen?


Für perfekte Portraits wird nicht nur Erfahrung gebraucht, sondern auch ein passendes Objektiv. Es eignen sich besonders Objektive mit normal oder leichter Telebrennweite (ab ca. 75 mm bis 100 mm bezogen auf das Kleinbild-Format). Für Gruppenaufnahmen sollten Objektive mit einer leichten Weitwinkel-Brennweite genutzt werden.
Wichtig bei Objektiven für Portraitaufnahmen ist:

  • hohe Lichtstärke
  • Schärfe-Unschärfe-Verlauf
  • Normal-oder Telebrennweite

Was ist bei einem Reiseobjektiv wichtig?


Wer gerne unterwegs fotografiert will nur ungern ein hohes Gewicht mit sich tragen. Das passende Reiseobjektiv zeichnet sich dadurch aus, dass es alle wichtigen Brennweitenbereiche abdeckt. Somit sollte das Reiseobjektiv vom Weitwinkel für Landschaftsaufnahmen bis hin zum Telebereich für z.B. Tierfotografie abdecken. Viele Fotografen haben meistens zwei Objektive in der Tasche, um für alle möglichen Motive bereit zu sein.
Wichtig bei Reiseobjektiven ist:

  • kompakte Abmessung
  • geringes Gewicht
  • Zoom von Weitwinkel bis Tele

Worauf kommt es bei Objektiven für Tierfotografie an?


Tiere sind für viele Menschen ein sehr beliebtes und interessantes Motiv. Objektive für Tierfotografie sollten im Idealfall sehr schnell fokussieren und viel “einfangen”. Für Aufnahmen aus größerer Distanz eignen sich Teleobjektive mit Brennweiten ab 300 mm. Will man mit einem Objektiv Tiere in unterschiedlichen Entfernung aufnehmen, sollte ein Zoomobjektiv mit einem passenden Telebereich von z. B. 75–300 mm genutzt werden.
Wichtig bei Objektiven für Tierfotografie ist:

  • hohe Lichtstärke
  • schnelle und leise Fokussierung
  • leichte bis extreme Telebrennweite

Was ist bei Objektiven für Makrofotografie wichtig?


Wenn man kleine Details ganz groß darstellen möchte, sollte man sich ein Makroobjektiv kaufen. Die meisten Objektive verfügen schon über verschiedene Makroeinstellungen, doch um hochwertige Makroaufnahmen zu erzielen, ist ein Makroobjektiv ein Muss.

Makroobjektive schaffen die höchste Abbildungsleistung bei nahen Objekten und einen Abbildungsmaßstab von 1:2 oder auch 1:1.
Wichtig bei Objektiven für Makrofotografie ist:

  • genauer Autofokus und manuelle Fokussierung
  • geringe Naheinstellungsgrenze

Worauf kommt es bei Objektiven für Natur- & Landschaftsfotografie an?


Möchte man die Natur in voller Pracht und Weite einfassen, sind Weitwinkelobjektive ein Muss. Weitwinkelobjektive können die Bildtiefe und Weite stark verstärken, was einen hohen Effekt auf die Aufnahmen hat.

Ganz ungewöhnliche Effekte können mit Fisheye-Objektiven erstellt werden, die mit Bildwinkeln von 180 Grad und unglaublicher Schärfentiefe punkten können.
Wichtig bei Objektiven für Landschaftsfotografie ist:

  • Schutz gegen Feuchtigkeit und Schmutz
  • Weitwinkelzoom oder kurze Festbrennweite